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Reitabzeichen


Das Reitabzeichensystem der FN
Reiten bedeutet mehr als nur auf einem Pferd sitzen. Es bedeutet lernen, vom Reitlehrer, vom anderen Reitern und vor allem auch vom Pferd. Nur wer das Reiten von Grund auf erlernt hat, weiß, wie er pferdeschonend reitet. Der Weg dorthin heißt reiterliche Ausbildung. Nun ist es aber mehr als motivierend, wenn man seine Fortschritte dokumentieren kann – sich selbst und auch anderen gegenüber. Dazu bietet das Reitabzeichensystem der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) optimale Möglichkeiten.

Reiten lernen – dem Pferd zuliebe

Reitenkönnen schont das Pferd. Anfänger halten sich oft am Zügel fest oder plumpsen dem Pferd wie ein Sack in den Rücken. Das tut keinem Pferd der Welt gut. Wer gelernt hat, im Gleichgewicht zu sitzen, dem passieren solche Fehler nicht. Allerdings ist das Reitenlernen ein langwieriger Prozess. Nicht weil es an sich so schwierig wäre, sondern weil es um das Zusammenspiel mit dem Partner Pferd geht. Reitenlernen geschieht in kleinen Schritten, die auf einander aufbauen. Dieser Tatsache trägt die FN mit dem seit 2014 gültigen Reitabzeichensystem Rechnung.

Das Reitabzeichensystem

Es gibt 10 Reitabzeichen, das niedrigste ist das Reitabzeichen Klasse 10, das höchste ist die Klasse 1. Wer mit dem niedrigsten Reitabzeichen einsteigt, der kann sich nach und nach durch die jeweils höher qualifizierten Reitabzeichenprüfungen „hocharbeiten“. Wobei die Reitabzeichenprüfungen bis zur Klasse 5 nicht zwingend aufeinander aufbauen. Das heißt, man muss nicht unbedingt das Reitabzeichen 8 abgelegt haben, um das Reitabzeichen 7 machen zu können.

Informationen zu den Reitabzeichen

Jeder Landesverband der FN hat eine Terminliste. Hier sind alle Termine zu den Reitabzeichenprüfungen aufgeführt. So kann jeder sehen, wann und wo Lehrgänge und Prüfungen angeboten werden. Nur für die Reitabzeichen ab der Klasse 5 ist die Mitgliedschaft in einem der FN angeschlossenen Reitverein erforderlich.
Der Erwerb der Reitabzeichen ist nicht an bestimmte Altersbeschränkungen gebunden. Jeder kann in jedem Alter die Reitabzeichen ablegen. Daher sind die Reitabzeichenprüfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zugeschnitten.
Übrigens – wer ein Reitabzeichen gemäß des alten Systems erworben hat, muss nun nicht befürchten, dass dieses verfällt. Es wird nur dem neuen System entsprechend eingeordnet. Für Turnierreiter ist interessant, dass die Reitabzeichen ab Klasse 5 den Einstieg zu den LPO-Turniersportprüfungen eröffnen. Ab dem Reitabzeichen 5 kann der Schwerpunkt auf eine bestimmte Disziplin festgelegt werden beispielsweise Springen oder Dressur. Die vorhergehenden Abzeichen sind breiter angelegt, um eine spätere Spezialisierung zu ermöglichen.
Als Ausrüstung zu den Prüfungen ist ein den Sicherheitsstandards entsprechendes Outfit erwünscht. Es handelt sich um eine fachgerechte und den Sicherheitsanforderungen entsprechende Ausrüstung. Ab Reitabzeichen 5 ist turniermäßige Ausrüstung erwünscht.

Die Reitabzeichenprüfungen in Praxis und Theorie

Alle Reitabzeichenprüfungen sind in den theoretischen und den praktischen Teil gegliedert. Allerdings treten anstelle der theoretischen Prüfungen nun die Stationsprüfungen. Hierbei wird theoretisches Wisse in praxisnaher Umgebung abgefragt.