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Richtig reiten


Der Reitsport bietet vielseitige Bereiche. Spätestens, wenn man die erste Sicherheit im Sattel erlangt hat, stellt sich die Frage, in welche Richtung sich das neue Hobby entwickeln soll. Der klassische Weg lag in den meisten Reitställen über viele Jahre in der englischen Dressur. Mittlerweile gestaltet sich das Angebot in den meisten Reithochburgen facettenreicher. Vor allem das Freizeitreiten insbesondere auf Western- und Islandpferden erfreut sich großer Beliebtheit.

Dressurreiten

Die Ausbildung des Dressurreitens bezieht sich in erster Linie nicht auf den Reiter, sondern auf das Pferd. Es wird früh ausgebildet, spezielle Übungen zu verrichten und auf feine Hilfen zu reagieren. Der Ausbildungsgrad der Pferde wird in unterschiedliche Klassen eingeteilt von E für Einsteiger bis S für Schwer. Reiter in einem klassischen Stall werden ebenfalls an diesem Verlauf ausgebildet. Die einfachste Lektion ist das Beherrschen der Kommandos für die Grundgangarten. Später kommen Übungen wie Rückwärtsrichten, Wenden auf der Hinterhand, Versammlungen und komplexe Figuren hinzu. Weitere Infos zum Dressurreiten.

Viele Reiter entscheiden sich nach dem sie sattelfest sind, zusätzlich für das Springreiten. Auch hier gelten Kommandos wie in der Dressur. Vor allen Dingen sind enge Wendungen sowie die Versammlung oder die Verstärkung des Tempos wichtig, um die Hindernisse optimal anzureiten und dem Pferd die besten Hilfen für die Überwindung zu geben. Weitere Infos zum Springreiten.

Westernreiten

Reiten auf Isländern und Westernpferden ist mehr als nur ein bloßer Sport. Für die Meisten ist es ein ganzer, naturverbundener Lebensstil, der mit dieser Richtung einhergeht. Ein Großteil dieser Richtung spielt sich im Gegensatz zur Dressur im freien Gelände ab und auch die Pferde werden meist statt in geschlossen Boxen in Offenställen gehalten. Das heutige Westernreiten basiert noch immer auf vielen Elementen der eigentlichen Arbeit zu Pferd und die Ausbildung des Reittieres ist an die ursprünglichen Ansprüche gekoppelt. Cowboys brauchten echte Partner bei ihrer Arbeit mit schnellem Antritt, abrupten Wendungen, plötzlichen Stopps und vor allem Komfort auf den langen Strecken. Westernpferde verfügen über sanfte Versionen der Grundgangarten und werden meist nur einhändig geritten. Eine komfortable Eigenschaft, die besonders für Wanderreiter attraktiv ist. Doch auch die anderen Fähigkeiten dieser speziell ausgebildeten Tiere werden bewahrt. In Westernreitturnieren wird das Können von Pferd und Reiter u. a. bei Drehungen und schnellen Stopps unter Beweis gestellt. Weitere Infos zum Westernreiten.

Nicht weniger beliebt ist das Islandpferd reiten. Obwohl die eigentlichen Ponys oftmals als Kinderreittiere abgewertet werden, erkennen zunehmend mehr Begeisterte die einzigartigen Vorzüge der robusten, leistungsfähigen Partner. Das Islandpferd Reiten gilt für alle Anhänger als der Inbegriff des Freizeitreitens. Ein besonderes Extra sind die zwei zusätzlichen Gangarten. Sowohl beim langsameren Tölt als auch beim schnelleren Pass werden kaum Stöße an den Reiter weitergegeben.